Die EU-Kommission hat die geplante Übernahme von Loos, einem deutschen Hersteller von industriellen Heiz- und Heißwasserkesseln, durch Bosch Thermotechnik, einen deutschen Hersteller von Heizkesseln und Warmwasserspeichern vornehmlich für die private Nutzung, genehmigt. Nach Prüfung des Vorhabens kam die EU-Kommission zu dem Ergebnis, dass die Übernahme den wirksamen Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) nicht erheblich behindern wird.
Das zum Bosch-Konzern gehörende Unternehmen Bosch Thermotechnik fertigt unter den Marken Buderus und Junkers Heizkessel und Warmwasserspeicher für den privaten Gebrauch. Loos produziert industrielle Kesselsysteme. Die Tätigkeiten der beiden Unternehmen ergänzen einander. Bosch Thermotechnik ist auf Geräte für Privatkunden spezialisiert, die mit tieferer Temperatur und geringerem Druck arbeiten und einen weitaus niedrigeren Leistungsbereich aufweisen als die für industrielle Zwecke bestimmten Kesselsysteme von Loos.
Die Untersuchung der EU-Kommission zu der geplanten Übernahme ergab, dass die horizontalen Überschneidungen zwischen den Tätigkeiten von Loos und Bosch Thermotechnik gering sind und sich die Marktanteile von Bosch Thermotechnik durch die Übernahme kaum erhöhen. Außerdem stellte die EU-Kommission fest, dass die beiden Unternehmen in unterschiedlichen Marktsegmenten tätig sind und nicht damit zu rechnen ist, dass die Übernahme negative Auswirkungen auf den Markt haben wird. Daher gelangte sie zu dem Schluss, dass die Übernahme keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken gibt.
Datum: 17.07.2009
Quelle: Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland - PM vom 17.7.2009
Link:http://ec.europa.eu/deutschland/index_de.htm
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